Marbella, eleganter Urlaubsort in Andalusien

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Isabella die Katholische, Königin von Kastilien und Leon, hat für Marbella eine besondere Bedeutung. Die stämmige Regentin mit den rotblonden Haaren soll irgendwann im 15. Jahrhundert bei einer Visite der Region von den Schönheiten dieser Gestade geschwärmt haben. Der spontane Ruf „Que mar bella“ wird der Isabella zugeschrieben. Es ist mit „Welch schönes Meer“ zu übersetzen. Der Legende zufolge gab sie so der Stadt den Namen, und aus dem verschlafenen Fischerdorf von einst wurde in der Neuzeit ein mondäner Badeort an der Costa del Sol. An 320 Sonnentagen im Jahr lassen sich hier nicht nur die Mitglieder des Hochadels verwöhnen. Dies ist ein zu Stein gewordener andalusischer Traum. Ausgelassen, feurig und weltoffen.
Das „blaue Blut“ spielte für diesen Ort stets eine überragende Rolle, und so war es nicht verwunderlich, dass kein Geringerer als Prinz Alfonso von Hohenlohe den Ruf Marbellas als Tummelplatz des internationalen Jet-Sets begründete. In seinem legendären Hotel Marbella Club war der Prinz in den 60-er und 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Gastgeber gekrönter Häupter, millionenschwerer Playboys und illustrer Filmstars. Frank Sinatra, Grace Kelly, Sophia Loren, Ava Gardner, Brigitte Bardot und Gunter Sachs gaben sich hier regelmäßig die Türklinke in die Hand.
120.000 Quadratmeter eines verdorrten Landes erwarb Alfonso von Hohenlohe – und dies zum Preis von 0,5 Cent pro Quadratmeter. Ursprünglich wollte sein Vater dort in Alter das milde Klima am Mittelmeer genießen, doch die Pläne seines Sohnes gingen in eine völlig andere Richtung. „Ich träumte davon, ein guter Gastgeber meiner Freunde zu sein“, verriet er in einem seiner letzten Interviews. Sein Luxus-Domizil gibt es noch immer. Mit dem Ruf des Ortes als Magnet für die Reichen und die Schönen wandelte sich die ehemals bäuerlich geprägte Region, in der es kaum Wasser gab und dafür häufiger mal Stromausfälle, zu einem eleganten Badeort. Was dazu führte, dass das größere San Pedro schon bald eingemeindet wurde. Der griechische Reeder Aristoteles Onassis ankerte mit seiner Luxus-Yacht im Hafen. Durch die engen Gassen der Altstadt bummelten Filmstar Sean Connery, der amerikanische Senator Edward Kennedy oder auch der französische Bankier Guy de Rothschild.
Heute ist das Traditionshotel der Startpunkt der sogenannten „Golden Mile“, dem Gebiet zwischen dem noblen Club und dem mondänen Yachthafen Puerto Banús. Alfonso von Hohenlohe starb am 21. Dezember 2003 in seiner Wahlheimat. Den wirtschaftlichen Aufschwung dieser Region an der Costa del Sol hat er mit vollen Zügen genossen, aber auch die Zäsur der Stadt durch die Intrigen und durch die Korruption in den 60-er Jahren wird er verfolgt haben. Ein tiefer Schatten fiel auf die Region, nachdem ein gewisser Jesus Gil, seines Zeichens Bauunternehmer und Präsident des Fußballvereins Atletico Madrid, zum Bürgermeister gewählt wurde und der Bauboom ins Uferlose wucherte. Um die neunzig Mal stand Gil vor Gericht – fast ausnahmslos als Angeklagter. Im Jahre 2001 wurde er verhaftet und ein paar Jahre später wurde der Stadtrat durch die Landesregierung von Andalusien abgesetzt. Die Eskapaden des Multimillionärs Gil könnten ganze Bücher füllen.
Dies alles ist aber nur ein Teil der Geschichte dieses Ortes, und wer heute über die Avenida del Mar, der einzigartigen Flaniermeile, bummelt, der will sehen oder gesehen werden. Tief unter dem Marmorboden der Avenida befindet sich das große Parkhaus der Stadt, und oberirdisch beeindrucken die Bronze-Statuen des legendären spanischen Künstlers Salvador Dali. Der kleine Skulpturen-Park zeigt unter anderem den „Mann auf dem Delfin“, „Don Quijote sitzend“, den „Komischen Elefanten“ und das entblößte Hinterteil von Dalis Muse und Ehefrau Gala. Der Botanische Garten ist der unmittelbare Nachbar zur Plaza de Salvador Dali.
Marbella ist aber nicht nur Glanz und Glamour. Der Ort verblüfft mit einer pittoresken Altstadt, mit beschaulichen Gassen und zahlreichen Parks. Sie sind die „grünen Lungen“ an heißen Tagen. Zweifellos hat diese Region an der Costa del Sol ihren ganz besonderen und hier und da auch aufregenden Charme. Das Kulturzentrum Cortijo Miraflores an der Calle del Mercado sollte man besichtigen. Es ist in einem Gebäude aus dem frühen 18. Jahrhundert untergebracht. Einst war dies eine Zucker- und Ölmühle. Wer die archäologische Ausstellung besucht, der begibt sich auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Stadt, die einst von Phöniziern gegründet wurde. Sympathisanten japanischer Miniaturbäume werden im Bonsai-Museum etliche interessante Exponate finden. Unter anderem auch vierhundert Jahre alte Olivenbäume.
So modern und mondän sich diese südliche spanische Stadt am Mittelmeer auch gibt, so idyllisch und fast schon verträumt präsentiert sie sich unter den schattigen Bäumen der „Plaza de los Naranjos“ mit dem Rathaus aus dem 16. Jahrhundert und der Klause des Santiago, der ersten christlichen Kirche. Nicht weit von den Orangenbäumen der Plaza befindet sich die Kirche „Iglesia de la Encarnacion“ und die historische Kapelle des San Juan de Dios. Die mit Kopfsteinen gepflasterten Gassen führen unter anderem zu den Resten der früheren Befestigungsmauer. Die gesamte Altstadt zeugt von der maurischen Herrschaft zwischen dem 8. und 15. Jahrhundert und hat gewisse Ähnlichkeit mit einer arabischen Medina. Die Mauer umrahmt noch immer einen ganzen Stadtteil. Die ältesten historischen Überlieferungen gehen zurück zur Epoche der Römer. Sehenswert ist die Villa Romana in Rio Verde mit ihren Thermalbädern aus dem 3. Jahrhundert.
Römische Bausteine und ionische Kapitelle finden sich in den Überresten der Burg, die unter dem Kalifat im Jahr 960 entstand und als Bollwerk gegen die ägyptischen Fatimiden gedacht war. Eine Invasion gab es allerdings nie.
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In einem früheren Krankenhaus für Arme, einem heute mit viel Glas ausgestatteten Bauwerk aus der Zeit der Renaissance, ist das Kunstmuseum Museo del Grabado Espanol Contemporaneo untergebracht. Es beherbergt interessante Werke von Miro, Dali und Picasso. Interessant sind auch die Beiträge zu den Techniken und Gerätschaften des Drucks der Künstler. Das Museum befindet sich im Osten der Altstadt.
Die Bewohner dieser Metropole sind davon überzeugt, dass dies die spanische Antwort auf das französische St. Tropez ist. Ohne jeden Zweifel ist sie so etwas wie die herausgeputzte und feine Dame Andalusiens. Sie ist auch eine grüne Oase in einer Umgebung, die von der Sonne nicht nur verwöhnt sondern auch zuweilen ausgezehrt wird. Die Boulevards sind von mächtigen Palmen gesäumt, und wer sich im Parque de la Constitution, wo es im Sommer Konzerte und Ballett-Abende gibt, umschaut, der ist fasziniert von der mediterranen Flora.
So mancher lässt hier einfach nur die Seele baumeln, genießt den Duft der Orangen mit allen Sinnen, erfreut sich an den blütenweißen Häusern der Altstadt und an der Kulisse der nahen Berge. Dass man hier sehr gut shoppen kann, hat sich längst herumgesprochen. Die Stadt lockt mit ihren unzähligen Bistros, Bars und Restaurants und mit ihrer Bereitschaft, die Feste zu feiern, wie sie der Kalender her gibt. Im Februar ist der Karneval ein spektakuläres und buntes Ereignis. Typisch für alle andalusischen Städte ist die Feria, die hier am 11. Juni gefeiert wird. Es ist ein Volksfest, bei dem der traditionelle Flamenco eine wichtige Rolle spielt und bei dem sich die Bewohner der Stadt in ihren Trachten zeigen. Zu den religiösen Festen zählen die Umzüge in der Karwoche und das zu Ehren der Stadtpatronin, der Virgen del Carmen, am 16. Juli. Dies ist dann eine Prozession auf dem Wasser – mit blumengeschmückten Fischerbooten.
Die kleinen Boote der Fischer stehen in einem krassen Widerspruch zu den Yachten der Upperclass im Puerto Banús. Der Hafen ist etwa sieben Kilometer vom eigentlichen Stadtzentrum entfernt und entstand erst im Jahr 1970 mit einer großen Feier, zu der auch die spätere monegassische Regentin Grace Kelly eingeladen wurde. Nach und nach wuchs an der Uferpromenade ein luxuriöser Komplex mit zahlreichen Shops der internationalen Elite, und in kaum einem Hafen der Welt wird man so viele Nobelkarossen entdecken, wie im Puerto Banús. Einige der Yachten, die im Hafen liegen, sind mehr als siebzig Meter lang. Wer sich dort einen Liegeplatz sichern möchte, muss schon sehr betucht sein, denn der Quadratmeter kostet eine halbe Million Euro…
Die Stadt erfreut sich eines 27 Kilometer langen Strandes, doch die eigentliche Partymeile befindet sich im Yachthafen, wo zumeist Araber ihre Lamborghinis, Porsches und Ferraris an der Gangway ihrer Schiffe parken. Fünf Millionen Menschen besuchen Jahr für Jahr Puerto Banús. Dort ist die Atmosphäre insbesondere zu nächtlicher Stunde einzigartig, auch wenn die privaten Clubs und exklusiven Bars einem Publikum mit reich gefüllter Geldbörse vorbehalten sind. In den Restaurants zaubern Köche von Weltniveau gastronomische Köstlichkeiten und überzeugen selbst verwöhnte Gourmets. Wer nicht zur Highsociety zählt und etwas preiswerter den Abend gestalten möchte, der wird sich aber auch im Stadtzentrum wohlfühlen, wo es einige schöne Terrassen-Restaurants gibt und wo die Straßenmusikanten an das Flair erinnern, das einst fast alle andalusischen Dörfer auszeichnete. Selbstverständlich wird auch Flamenco getanzt – unter anderem bei „Ana Maria“ an der Plaza Santo Cristo.
Im noblen Stadtteil Nagueles erhebt sich ein Königsschloss, das dem Weißen Haus in Washington nicht unähnlich ist. Es hat kaum Tradition und ist weniger als fünfzig Jahre alt und ist das Domizil des saudi-arabischen Regenten. Schloss und Park sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Der König kommt nur noch selten, doch dafür pilgern die Touristen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dies ist die Haupteinnahmequelle der Region.
Wer dem pulsierenden Leben der Metropole entfliehen möchte und sich nach all‘ dem Luxus der Stadt nach einem Tag am Strand sehnt, der findet Ruhe und Idylle an der Playa Los Monteros zwischen dem Rio Real und dem Siete Revueltas oder im Osten am breiten Sandstrand Artola. Sportliche Aktivitäten werden an den sonnigen Gestaden des Mittelmeers groß geschrieben. Insbesondere für Golfer ist dies das Eldorado. In der näheren Umgebung der Stadt gibt es nicht weniger als 99 Golfplätze. Einige von ihnen haben einen überragenden Ruf und zählen zu den besten der Welt.
Die Region an der Sonnenküste eignet sich aber auch als Ausgangspunkt für Tagestouren. Zum Beispiel in die zerklüftete Landschaft bei Ronda, zu einem Bummel durch das historische Malaga, zum Affenfelsen nach Gibraltar, in die ländliche Idylle des Hinterlandes, zu den berühmten „Weißen Dörfern“, die wie Schwalbennestern an den karstigen Hügeln kleben oder zu den Nachbarstädten Estepona und Torremolinos.
Die südlichen Küstenabschnitte Spaniens sind gesegnet mit einem milden Klima. Selbst im November gibt es hier sonnige Tage und laue Abende. Es blühen die Bougainvilleen und in der Luft liegt der süße Hauch der Zitrusfrüchte, die trotz des nahenden Winters schon wieder zarte Blüten treiben. Dies alles ist eine Schatzkiste andalusischer Gastlichkeit – ein Ort zum Verweilen. Für so manchen sogar ein Ort zum Bleiben.

Bilder im Slider: 123rf.com

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